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PHOTOS by Ingo Pertramer

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The Singles Collection (VÖ 09.10.2015)

Grundgütiger, 25 Jahre in ein und derselben Band!
Soweit, so gut. Wie aber begeht man denn nun ein solches, wie sagt man, Jubiläum? Nimmt man eine Flasche Champagner, besteigt damit das Dach eines Hochhauses und brüllt die Unfassbarkeit von einem Vierteljahrhundert Bandgeschichte mit größtmöglicher Emphase auf die Erde nieder? Oder sollte man sich doch besser einfach wortlos vom Dach hinabstürzen und auf einen gnädigen Aufprall hoffen, weil die besten Jahre, was auch immer das heißen mag, schon hinter einem liegen und ab jetzt der Henker hinter jeder Ecke hervorlugen kann?
Vielleicht aber ist es am besten, sich mit dem edlen Gesöff an den Rand des Daches vom Hochhaus zu setzen, die Beine baumeln zu lassen, einen Schluck zu nehmen, sich einfach zu erinnern und noch mehr Fragen aufzuwerfen, in der Hoffnung, darauf möglicherweise auch gültige Antworten zu finden.

Oder man lässt es richtig krachen:
Naked Lunch werden 25! Um das Jubiläum dieser Ausnahmeband angemessen zu feiern, wird es in Österreich, Deutschland und der Schweiz einige wenige exklusive Shows mit musikalischen Gästen geben.
Zusätzlich erscheint bei Tapete Records eine Werkschau mit Songs aus den bisherigen Veröffentlichungen.

Tracklist

1) The Sun
Originally released in 2013 on “The Sun” (Tapete Records TR258)
2) Fight Club
Originally released in 2011 on „Amerika“ (Monkey MON 081)
3) God
Originally released in 2003 on „God“ (Universal Music)
4) Silvertown
Originally released in 1991 on „Naked“ (Big Store BST 032)
5) 41 (Single Version)
Previously unreleased. Album version released in 2013 on „All Is Fever“ (Tapete Records TR243)

6) Military Of The Heart
Originally released in 2006 on „Military Of The Heart“ (Louisville Records LVR021)
7) The Deal
Originally released in 2004 on „The Deal“ (Universal Music 98661376)

8) Brooklyn
Originally released in 2009 on „Brooklyn“ (Louisville Records LVR043)
9) Suicide Butterfly
Originally released in 1992 on „Balsam“ (Big Store BST 034)
10) Maid Of Orleans
Previously unreleased
11) Keep It Hardcore
Originally released in 2013 on „All Is Fever“ (Tapete Records TR243)

12) Closed Today (Radio Version)
Originally released in 1999 on „Closed Today“ (Mercury 870 884-2)
13) Gimme Shelter
Originally released in 1991 on „Naked“ (Big Store BST 032)
14) Waterfall
Originally released in 2006 on „This Atom Heart Of Ours“ (Louisville Records LVR022)

15) Tambourine (Alan Moulder Mix)
Originally released in 1997 on „Tambourine“ (Mercury 574 775 -2)

16) Stay (Single Version)
Originally released in 2005 on „Stay“ (Universal Music 9870763)

17) Spark (Single Version)
Originally released in 1997 on „Spark/Super“ (Mercury ASAP 006)
18) Weeping Dog Schluss
Originally released in 2015 on „Music From The Film 'Jack'“ (Tapete Records TR327)

19) Orange Dolphins
Originally released in 1992 on „Balsam“ (Big Store BST 034)

20) On A Sunny Day
Originally released in 1999 on „On A Sunny Day“ (Mercury)

NAKED LUNCH - MUSIC FROM THE FILM ‚JACK’ (VÖ 18.09.2015)

Über den Film: In einer Winternacht stirbt ein Mädchen, brutal zugerichtet und erfroren. Jack Unterweger wird für diesen Mord verurteilt. Als er nach 15 Jahren aus der Haft entlassen wird, avanciert der „Häfnpoet“ zum Frauenschwarm und Fixstern der Wiener Society. Kann sich ein Mensch grundlegend ändern? Oder bleibt ein Mörder immer ein Mörder? Elisabeth Scharang (Vielleicht in einem anderen Leben, Franz Fuchs – Ein Patriot) zeigt ein rasantes und eindringliches Psychogramm mit Johannes Krisch in der Titelrolle. 

Die Regisseurin Elisabeth Scharang zur Musik: Ich habe mit Naked Lunch schon für den Film über Franz Fuchs zusammen gearbeitet. Ich wusste, dass ich Oliver Welters Stimme für JACK brauche. Dass er die Emotionalität und die Zerrissenheit meiner Hauptfigur auf seine Art musikalisch übersetzen wird. Der Originalsoundtrack von Naked Lunch ist für mich ein eigenes Kunstwerk im Film; textlich und musikalisch macht die Musik Räume von JACK auf, die wir anders nie zu sehen bekommen würden. 

Naked Lunch über das Projekt: JACK war und ist ein einziger großer Glücksfall.
Ein einziger großer Glücksfall für uns, die wir mit der Komposition der Musik, der Erstellung des Soundtracks zum Film beauftragt wurden. Ein einziger großer Glücksfall, weil sich für uns die Arbeit an der Musik für JACK als ein rein hedonistisch-lustvolles Tun gestaltete. Ein einziger großer Glückfall eben.

Eine Arbeit, gänzlich frei von möglichen, endlos anmutenden Diskussionen und etwaigen Zerwürfnissen, die immer dann passieren, die immer dann auftreten können, wenn das Filmteam - Regisseur, Editor und/oder Produzenten - dem noch stummen Film mögliche Mängel attestieren. Mängel etwa an der Geschichte selbst, Mängel an der Dramaturgie der Erzählung, Mängel an der gewollten Dichte einzelner Szenen und so weiter und so fort. Ist eben dies der Fall, dass Regisseur, Editor und/oder Produzenten dem noch stummen Film Mängel oder gar Schwächen attestieren, wird die Arbeit an der Musik zu einem solchen Projekt, zu einem solchen Film, keine hedonistisch Lustvolle, sondern ein zähes Ringen um jeden Zentimeter. Denn dann wird von der Musik verlangt, etwaige Mängel zu kaschieren, sie durch Klang und Ton ganz einfach vergessen zu machen. Dies aber funktioniert so gut wie nie. Die Musik, der Score, der Soundtrack für einen Film kann niemals etwaige Mängel, etwaige Versäumnisse des noch stummen Films übertünchen. Niemals.
Und deshalb war und ist JACK für uns auch ein einziger großer Glücksfall, weil es durch Ton und Klang nichts zu übertünchen, nichts zu kaschieren und nichts zu verbessern gab. Schon Elisabeth Scharangs Buch zum Film, schon die Erzählung selbst, der Plot, der Ton der Sprache, hatten es uns angetan. Die ersten Sichtungen abgedrehter Bilder - fordernd, dicht, einnehmend - der hervorragende Cast, die säuberlich ausgearbeitete Psychologie der Figuren, die exzellente Kameraarbeit sowie das schier grenzenlose Vertrauen von Autorin und Regisseurin Elisabeth Scharang in uns, in unsere Arbeit, haben es uns so einfach als möglich gemacht und eben JACK für uns zu einem wahren Glücksfall werden lassen, der uns uneingeschränkte Freiheit in der Wahl der möglichen Musik, in der Komposition und Produktion des Soundtracks gestattete.

Wir mussten uns nur noch raufsetzen auf die Bilder, uns einfach nur treiben lassen von der Erzählung, der Handlung, den Geschehnissen im Film. Ohne Wenn und Aber, ohne uns an Grenzen und dümmliche Regeln von Score zu halten, konnten wir werken und arbeiten wie wir wollten. Hedonistisch und lustvoll. Konnten und durften wir den Eröffnungsirrsinn des Films mit einem völlig kranken und überbordenden Musikstück wie „Weeping Dog“ noch irrsinniger gestalten, konnten und durften wir durch vermeintlich klassische, elektronisch gehaltene Score-Anleihen die Beklemmung einzelner Passagen des Films, im besten Fall noch verdichten, konnten und durften wir bei „The Sailor“ einen der wohl wenigen glücklichen und zufriedenen Tage im Leben der Filmfigur des Jack Unterweger akustisch dokumentieren, mehr noch, hierbei das Ruder einfach ungefragt übernehmen und konnten und durften wir am Ende des Films bei „Weeping Dog Schluss“ im Duett mit dem großartigen Hauptdarsteller Johannes Krisch laut und hysterisch sein, weil der Film es so verlangte. Bei diesem Soundtrack war für uns alles möglich, war uns alles gestattet.

„Macht nur“, hieß es. Und wir haben gemacht. Hedonistisch und lustvoll.
JACK - für uns ein einziger großer Glücksfall.

The Singles Collection

TR321_NL_SC_press.zip

Music From The Film 'Jack'

TR327_NL_MFTFJ_press.zip

Naked Lunch - Singles Collection (CD)

Naked Lunch - Music From The Film JACK (LP incl. CD, limited to 500 copies)

Naked Lunch - All Is Fever (CD/LP)

Naked Lunch - The Sun (digital single)