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Credit: Christian Knieps

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„Wenn wir alle anders sind“
     VÖ: 19. Oktober 2018

Eine Gesellschaft ohne PeterLicht kann überleben, aber nicht lange. Nach biblischen 7 Dürrejahren erscheint endlich ein neues Studioalbum des Universalkünstlers, und seine Stimme wird mehr denn je gebraucht in diesen Zeiten der globalen Groteske. Beinahe sehnsüchtig erinnern wir uns daran, als der Kapitalismus noch ein Schlawiner war und man sein iPhone an der Biegung des Flusses begrub. Die Zeit hat Gas gegeben, aber PeterLicht hat sie in seinen Schuhen überholt. Es ist an der Zeit, neue Hymnen zu singen!

Der Titel „WENN WIR ALLE ANDERS SIND“ ist das Programm: ob in der peterlichtschen Überschreibung der Internationalen zur Emotionalen, ob im UMENTSCHEIDUNGSLIED mit einem der minimalistischsten Refrains dieses Jahrhunderts: „Falsch gemacht – Umentscheiden!“, ob im LIEBESLIED VON UNTEN/OPTIONSLIED oder in einem anderen der neun neuen Lieder: Alles unterliegt dem Gesetz der sich ständig neu anpassenden Optionen. Wir befinden uns IM SCHLEUDERGANG DER TOTALEN PRÄSENZ.

Nach sieben Jahren hat PeterLicht seinen Sound in die Zukunft übersetzt und in seinen Strophen und Arrangements neue Optionen eingebaut. Er hat die „hinterfotzigen Hintergründe des Systems“ (DIE EMOTIONALE) erkundet, um nun lässig mit neuen Chiffren, bizarren Schlussfolgerungen, noch mehr Haaren und einem Chipslied um die Ecke zu biegen. Auf der Suche nach der Wahrheit. Oder Falschheit.

Und wir?
Wir „mühen uns ab mit Menschen“ (MENSCHEN), „liegen woanders“ (DIE NACHT) oder essen Chips bzw. Propheten (CHIPSLIED), verwählen, optimieren, lieben, vertätowieren und verföhnen uns (UMENTSCHEIDUNGSLIED) und glauben an die Rettung, „wenn wir alle anders sind“ (LIEBESLIED VON UNTEN/OPTIONSLIED).

PeterLicht ist mit „WENN WIR ALLE ANDERS SIND“ ein ganz und gar gegenwartsbezogenes Album gelungen. Er erhebt seine Stimme direkt, euphorisch und existenziell.

Die Welt zu besingen ist eine gesellschaftskritische Tat.
Kritik ist Liebe.
Und wir alle singen die Zeit.
Wir haben ihn vermisst.
Viel Vergnügen und eine unendliche Optimierung!

Wünschen Ihnen Ihre Tapete Records

 

 

Und noch ein Tipp:

PeterLichts Theaterstück "Tartuffe oder das Schwein der Weisen" (in dem auch Songs vom neuen Album vorkommen) feiert am 14. September Premiere am Theater Basel.
Nach "Der Geizige" (2010) und "Der Menschen Feind" (2016) beschließt er mit dem inzwischen dritten von ihm überschriebenen und überzeichneten Molière seine trilogische Auseinandersetzung mit dem Werk des französischen Dramatikers.

Molierès Komödie «Tartuffe» wurde unmittelbar nach ihrer Uraufführung 1664 verboten, da sich die einflussreiche katholische «parti des dévots» durch Molières Figurenzeichnung des Tartuffe angegriffen sah. Im Laufe des Stücks werden dem scheinbar so frommen und tugendhaften Mann unlautere Absichten – vor allem sexueller und ökonomischer Natur – nachgewiesen. Der Kölner Autor und Musiker PeterLicht greift in seiner sprachverspielten und radikalen Neudichtung zentrale Motive und Figuren aus Molières Komödie auf und schält sie aus der gesellschaftspolitischen Realität des französischen Absolutismus, um unsere Gegenwart ins Visier zu nehmen. Wie schon bei «Der Menschen Feind» in der Spielzeit 2016/2017 wird die Uraufführung von der Regisseurin Claudia Bauer in Szene gesetzt.

PeterLicht: «Es ist ja ganz klar, dass es in dieser Welt nicht nur zwei Leute gibt, die sich gegeneinander ihre Sachen erzählen. Sondern mehr als zwei. So viel ist sicher. Obwohl viele Dinge aus dem Systembaukasten des Weltgefüges auf binären Konstellationen beruhen, also auf dem dualistischen Prinzip von Rede und Gegenrede, Wahrheit und Unwahrheit, Tod und Leben, eins und null, Schwanz und Unschwanz, muss man sich immer vor Augen halten, dass es mehr als zwei Player gibt, also zum Beispiel 3 oder 4 oder 7 oder mehrere. Oder sehr viel MEHRERE. Also unendlich viele. Also alle. Also einer. Und es liegt ja auf der Hand, dass dann, wenn man z. B. ein Theaterstück vorführt, das von ALLEN PLAYERN handelt, man natürlich nur EIN Theaterstück hat. Nämlich das Theaterstück
des EINEN PLAYERS (oder des EINEN KOPFES oder der EINEN EXISTENZ), durch den das Theaterstück hindurchläuft, also durch Sie, wertes Publikum. Der Abend läuft durch Sie hindurch wie ein flüssiger Tropfen Blei durch ein Stück Butter, wobei nicht klar ist, wer hier das Blei ist und wer die Butter, und vielleicht sollte man auch nicht von flüssigem Blei sprechen, sondern lieber von einem glühenden Tropfen Gold, der durch den Klumpen Butter sinkt wie durch ein Bewusstsein, durch den die Erkenntnis sinkt wie ein Stein in der Schwerelosigkeit.»

Alle weiteren Infos dazu HIER.

PeterLicht – Menschen (digitale Single)

Wenn wir alle anders sind (CD/LP/ltd. LP; VÖ 19.10.2018 - vorbestellbar!)