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Credits: photo with microphone - Elisabeth Moch
other photos: Tapete Promo

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Discography

2009 LEAVING NOTES (Album)
2010 YOU ALREADY HAVE A HOME (Album)
2012 PALE MORNING LIGHT (Album)
2015 GOLDEN (Album)
2016 LIGHTS (EP)

"Lights"-EP (VÖ 16.09.2016)

Die vier Songs auf der "Lights"-EP sind als eine Art Appendix zu The Late Calls letztem Album ”Golden” zu verstehen. Ursprünglich aufgenommen für diese LP, aber dann im Albumkontext schweren Herzens nicht auf die finale Tracklist genommen, sind die beiden neuen Songs ”Lights” und ”Time for talking” wertvolles Extramaterial, welches nun endlich veröffentlicht wird.

”Lights” wurde für die ”Golden”-Sessions im Oktober 2014 geschrieben. Geprägt von einem nach vorne drängenden Drumbeat und einem unmittelbaren und fangenden Refrain, erzählt es von nicht mehr und nicht weniger als dem Leben und den Herausforderungen, die es mit sich bringt. Es erzählt von dem, was ist und was hätte sein können. Und vom niemals aufgeben.
”Time for talking” (ebenfalls von den ”Golden”-Sessions) ist ein 11 Jahre alter Schatz aus der Songschmiede von Johannes Mayer, noch aus einer Zeit vor seinem Debütalbum ”Leaving Notes (2009), der aber noch heute genauso durch seine Melodie besticht wie damals.
Ergänzt werden die beiden Tracks durch zwei zuvor unveröffentlichten Demoversionen des Albumtitelsongs ”Golden” und der letzten Single ”The Pact”.
Aufgenommen in Johannes’ Homestudio in Stockholm, geben beide Demos einen kleinen Einblick in die Entwicklung von Skizze zu finaler Albumversion. Und wie so oft bei Demos bestechen die Aufnahmen durch eine Unmittelbarkeit im Ausdruck, wie sie nur eingefangen werden kann, wenn es die erste Aufnahme des Songs überhaupt ist. Einfach nur genau hinhören ...
The Late Call solo live im Herbst, präsentiert von Whitetapes.de


Tracklist:
1. LIGHTS
2. TIME FOR TALKING
3. GOLDEN (DEMO)
4. THE PACT (DEMO)

The Late Call "Golden" (release date: April 10, 2015)

 

Es war einmal der Singer-Songwriter. Auf einer Anhöhe stehend, auf einer Lichtung kauernd, auf der Straße, am Meer, alleine mit einer Gitarre erzählte er mit goldener Stimme vom Suchen und Finden, Verlassen und Verlassenwerden, nahm den Zug in die nächste Stadt, nicht aber bevor er aus Passanten und zufällig Anwesenden ein andächtiges, gerührtes Publikum gemacht hatte.

Johannes Mayer aka The Late Call ließ sich eine Zeit lang diesem Typus Musiker zuordnen. Drei Alben voller sparsam instrumentierter Kleinode hat uns der in Stockholm lebende englisch singende Deutsche schon geschenkt, allenfalls Ahnungen von Klavierakkorden und nur leichteste Akzente von Percussion waren darauf zu hören. Die gezupfte und geschlagene Westerngitarre in allen erdenklichen offenen Stimmungen schuf das Unterholz, auf dem die Stimme des Sängers wanderte, diese Stimme, die einen wie durch Cocteaus Wasserspiegel in eine andere Welt brachte und dort wie oben beschrieben zurückließ.

Im Märchen oder dessen erwachsenem Bruder, dem Bildungsroman, macht sich der Held irgendwann zu neuen Ufern auf.
Und so nahm sich Johannes Mayer 2012, nach Release und Tour seines Albums „Pale Morning Light“, über zehn Monate Zeit, neue Songs zu schreiben, schnürte dann mit jenen sein Bündel und begab sich auf die Suche nach einer Band. Lass es Glück oder gutes Händchen sein: Die Band erwies sich für die Musik von The Late Call als reines Wunderhorn. Fremd waren Johannes Mayer die Musiker nicht. Mit fast allen hatte er schon aufgenommen oder live gespielt, aber die Konstellation war neu und das gemeinsame Musizieren brachte ein Gefühl hervor, was manche von euch „magic“ nennen würden:
Zehn Tage im Oktober 2014 teilten sich Johannes Mayer (Gitarren), Patric Thorman (Bass, Hammond Organ), Henrik Roger (Piano, Mellotron) und Lars Plogschties (Drums, Percussion) einen Aufnahmeraum des Studio Nord in Bremen. Heraus kam Golden, ein Album wie aus den Frühsiebzigern, der Blütezeit des Folk-Rock, zu uns herabgepurzelt. Die Songs auf Golden schaffen die Schere zwischen warm und klar, zurückgelehnt und dynamisch, als wäre es das Leichteste der Welt. Man hört, dass hier nicht, wie heute normal, auf der Benutzeroberfläche des Musikprogramms gebogen und geschoben, sondern eingeschworen im Halbkreis zusammen gespielt wurde.
Wie zeitraubend und wie wunderschön! Die Platte fängt mit ihrem Klang den Glanz der goldenen Ära ein, der Zeit, als Hunter S. Thompson sich Fear and Loathing abrang und Bob Dylan neben Kris Kristofferson durch New Mexico ritt, der Zeit der ersten Indie-Songwriter links und rechts des großen Teichs, hier Townes van Zandt und Tim Hardin, da Nick Drake und John Martyn.
Die Musik atmet aber auch eine ganz andere Luft, die des Hier und Jetzt. Songs und ihre Stimmungen lassen zwar Saiten wie Folk und Americana anklingen, aber ebenso blitzt zwischen den Noten Frühneunziger-Independent-Pop englischer Prägung auf. Bei all dem Band- und Genredropping sei betont: Der Eklektizismus verkommt nie zum Selbstzweck.
The Late Call klingen vor Allem nach Johannes Mayer und seiner Band. Und das großartig. Sie geben ihrer Musik Raum, viel ist Klang und noch mehr Nachhall. Nicht umsonst findet das Tape-Delay, ein Effekt der diesen, wenn man es will ins Unendliche verlängert, auf dieser Platte so prominent Verwendung auf dem letzten Stück, „Telling Stories“.

Musik und die mit ihr verbundenen Texte können Dinge ansprechen und beleuchten, die ohne sie, im Gewusel und Krach der Städte, im Heckmeck des Alltags, verborgen blieben. Das schafft Golden auf berückendste Weise und aus allen Winkeln. Jeder Song wartet mit einer eigenen Einsicht auf und schickt Widmungen an mal mehr, mal weniger konkrete Adressen:
Das Titelstück etwa richtet sich an einen Lügner und Blender, dessen Glanz und Gold nicht das Dunkel der Nacht überdauern kann. In „The Pact“ geht es um zwei Menschen, die an die Zeit zurückdenken, als sie jung waren und sich schworen, nie zu werden wie die Alten. Hier singt Ylva Ceder, Johannes Mayers langjährige musikalische Weggefährtin, eine wunderschöne zweite Stimme, und wenn die Beiden beschwören “never to become like them, never to give in” fühlt man sich an zwei andere Stimmen, ebenfalls blending in perfection, erinnert: Gram Parsons und Emmylou Harris, die davon sangen, wie weh Liebe tat, als Nashville noch kein Schimpfwort war.

Apropos Nashville: In Robert Altmans gleichnamigem Film-Meisterwerk von 1975 gibt es eine Szene, in der der junge Aufschneider Tom (Keith Carradine) vor dem Publikum eines übervollen Clubs ein erschütternd zerbrechliches Liebeslied singt und sich anfangs gleich mehrere Frauen direkt angesprochen fühlen. Er macht aber mit Blicken klar, wem das Lied gilt. In diese Szenerie könnte man sich Johannes Mayer wunderbar hineindenken. Es gibt auch auf Golden ein sehr berührendes Liebeslied, dessen Widmung unmissverständlich ist. Es heisst „Opposite“ und erzählt vom Alleingebliebenen, der unbeholfen versucht, die Lücken, die seine Liebste hinterlassen hat, selbst auszufüllen. Und hier hört man The Late Call wieder als One Man Band, hier ist er wieder der einsame Singer-Songwriter vom Anfang und hier ist sie wieder, diese wirklich besondere, sehnsüchtige und volle Stimme, die dich wegträgt und nach drei Minuten wieder dort absetzt, wo du geträumt hattest einst zu sein. 

Francesco Wilking

The Late Call – Lights-EP (digiale Single, VÖ 16.9.2016)

The Late Call - Golden (CD, LP; release date: April 10, 2015)

The Late Call - Pale Morning Light (CD Digipak/Vinyl)

The Late Call - You Already Have A Home (CD Digipak/Vinyl)

The Late Call - Leaving Notes (CD)

Konzert von "The Late Call" am 05.10.16 in Dresden - Hole of Fame
05.10.16
Hole of Fame
Dresden Deutschland
- Hole of Fame
Konzert von "The Late Call" am 06.10.16 in Suhl - Kulturbaustelle Kubus
06.10.16
Kulturbaustelle Kubus
98527 Suhl
- Kulturbaustelle Kubus
Konzert von "The Late Call" am 07.10.16 in Regensburg - Buchhandlung Dombrowski
07.10.16
Buchhandlung Dombrowski
St.-Kassians-Platz 6
93047 Regensburg Deutschland
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Konzert von "The Late Call" am 08.10.16 in Wiesbaden - WAKKER
08.10.16
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Wiesbaden
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Konzert von "The Late Call" am 26.10.16 in Berlin - Grüner Salon
26.10.16
Grüner Salon
Berlin
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(support für Amanda Bergmann)
Konzert von "The Late Call" am 27.10.16 in Bielefeld - Falkendom
27.10.16
Falkendom
33613 Bielefeld Deutschland
- Falkendom
Konzert von "The Late Call" am 28.10.16 in Leipzig - Wohnzimmerkonzert Leipzig
28.10.16
Wohnzimmerkonzert Leipzig
Leipzig
- Wohnzimmerkonzert Leipzig
Konzert von "The Late Call" am 29.10.16 in Köln - Studio 672
29.10.16
Studio 672
50672 Köln Deutschland
- Studio 672
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