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Fotos: Marion Ludwig

 

 











Anajo und das Poporchester

Es ist uns ein Fest: 10 Jahre Anajo

Es schreit nach einem Geburtstagsgeschenk: „Anajo und das Poporchester“

Anajo wären nicht Anajo, hätte die Band sich dieses Geschenk nicht einfach selbst gemacht. Ein bisschen mehr Glanz, Gloria und Goldstaub in der Hütte, soviel musste drin sein. Also haben sich die drei Buben ein Orchester nach Hause bestellt, weil es ja auch festlich klingt und weil das Vergnügen ins Grenzenlose steigt, je mehr Menschen miteinander musizieren. Man denke nur an die überschäumende Freude in den Fischerchören oder in The Polyphonic Spree.
Das ist eigentlich auch schon alles.

Anajos Lieder mussten nicht orchestral aufgerüscht werden, um groß zu klingen. Sie waren ja schon vollkommen. Rund eben. Wie die Boccia-Kugeln auf dem Cover ihres ersten Studioalbums „Nah bei mir“. Anajo und das Poporchester spielen aber kein Boccia, sondern Boule. In fünf Monaten harter Arbeit wurden die vorliegenden 12 Songs komplett neu eingespielt. Statt bunter Kunststoffschalen rollt hier edles Metall mit gravitätischem Kern über die Bühne. Es ist noch immer das gleiche Spiel, unterhaltsam und kontemplativ. Doch ein nobler Akzent schwingt jetzt mit, und manch Hörer erwägt da auch mal Wein statt Bier als passenden Begleiter.

„Anajo und das Poporchester“ ist ein Blick zurück nach vorn. Zwölf Stücke haben sich Oliver Gottwald, Michael Schmidt und Ingolf Nössner vorgeknöpft, um Revue passieren zu lassen, was Anajo zu Augsburgs Finest macht und was uns die geistreichsten Vergnüglichkeiten im deutschen Indie-Pop beschert. Zusammen mit 26 Musikern, allesamt Studierende an der Universität Augsburg bzw. am Leopold-Mozart-Zentrum (Orchesterleitung: Daniel Eberhardt und Thomas Fink) und unter Mithilfe von Arrangeur Kay Fischer sind Anajos hochwertige Punk-Schlager zu Pop-Klassikern in hochflorigem Samtpelz gediehen. Nicht mehr, nicht weniger. Kein Pomp, kein Bombast. Kein Getöse, kein Gekräuse. Statt symphonischer Blähungen oder Klangkörper- Bodybuilding gibt es die gewohnt scharfsinnige Anajo-Unterhaltung – mit dem klanglichen Komfort der 1. Klasse.

Wie hätten sie’s auch anders tun sollen. Anajo bleiben mit ihrer Bescheidenheit – oder besser: Bemessenheit – sich und uns treu. Ihr unauffälliges Understatement macht die drei Augsburger seit eh und je einzigartig. Welche andere deutsche Pop-Band agiert sonst schon ein Jahrzehnt lang bar jeder Attitüde, fern jeden Trends, frei von Styles und weitab aller Moden. Und spielt doch immer frisch, zeitgemäß und gescheit; gibt sich weltgewandt; ist liebenswert jungsch ohne Welpentheater. „Anajo und das Poporchester“ setzt diese Tradition fort.

Natürlich war die Orchester-Idee auch ein Geschenk an die Fans. Geboren wurde sie vor einem Jahr und im Dezember 2008 gingen Anajo mit dreizehn wechselnden Big-Band-Mitgliedern auf Tournee. 14 Konzerte haben sie so gespielt. Die beiden Abschluss-Shows spielten sie sogar in doppelter Besetzung, so dass rund 30 Mitmusiker auf der Bühne standen. Im Anschluss sollte es eine einfache Live-CD geben, für Dabeigewesene und Dabeiseinverhinderte. Doch Anajo haben es sich noch nie leicht gemacht, und so hat Anajo-Produzent Alaska Winter diesen Sommer das Poporchester noch einmal zusammengetrommelt und in sein Echolot-Studio geschubst, um quasi von der Pieke auf eine astreine Orchester-Studioproduktion hinzulegen.

„Anajo und das Poporchester“ ist so zu einer Retrospektive einiger ihrer besten Songs und ein Dokument dieses üppigen Projekts geworden. Eröffnet wird das Ganze von – endlich! – Anajos liebevollem Cover des Cure-Hits „Boys Don’t Cry“, das viele Fans schon von der Bühne kennen – augenzwinkernd intoniert, charmant übersetzt und noch in jedem gewitzten Moment eine Verbeugung vor dem Original. Für Anajo-Anhänger der ganz frühen Stunden (und für die, die es schwer haben werden, je eines ihrer ersten Demos zu finden) gibt es ein Wiederhören mit „I Don't Want To Be A Landei“. Jenen, die ungeduldig auf gänzlich neue Kompositionen warten, sei hiermit versprochen: 2010 ist es soweit. Die süßesten Früchte reifen eben am längsten.

Markus Will

Diskographie

2004 Nah Bei Mir
2006 Spätsommersonne EP
2007 Hallo, wer kennt hier eigentlich wen?
2009 Anajo und das Poporchester

anajo_2009.zip

21 M


Anajo und das Poporchester (CD Digipak/CD+DVD)

Single Sammlung - limitiert!!!

Hallo, wer kennt hier eigentlich wen? (CD limitierte Edition/LP)

T-Shirt "Hallo, wer kennt hier eigentlich wen?"

Wenn du nur wüsstest (Maxi CD)

Spätsommersonne (EP)

Nah bei mir (CD)

Monika Tanzband (Maxi CD)

Ich hol Dich hier raus (Maxi CD)

Konzert von "Anajo" am 28.10.10 in Wien - Arena
28.10.10
Arena
Baumgasse 80
1030 Wien
Österreich
Arena
Konzert von "Anajo" am 16.11.10 in München - Atomic Café
16.11.10
Atomic Café
Neuturmstr. 5
80331 München
Deutschland
Atomic Café
Konzert von "Anajo" am 18.11.10 in Wiesbaden - Schlachthof Wiesbaden KUK e.V.
18.11.10
Schlachthof Wiesbaden KUK e.V.
Gartenfeldstraße 57
65189 Wiesbaden
Deutschland
Schlachthof Wiesbaden KUK e.V.
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Konzert von "Anajo" am 19.11.10 in Bayreuth - Glashaus
19.11.10
Glashaus
Universitätsstraße 30
95440 Bayreuth
Deutschland
Glashaus
Konzert von "Anajo" am 25.11.10 in Hamburg - Molotow
25.11.10
Molotow
Spielbudenplatz 5
20359 Hamburg
Deutschland
Molotow
Konzert von "Anajo" am 26.11.10 in Berlin - Privatclub
26.11.10
Privatclub
Pücklerstraße 34
10997 Berlin
Deutschland
Privatclub
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