Als Sänger und Frontmann der Hamburger Band RANTANPLAN ist Torben Möller-Meissner seit nunmehr über zehn Jahren im gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland unterwegs und bekannt. Mit dem Songwriter-Album "Volle Leere Ferne Nähe" startet er jetzt seine zweite Karriere, die ihn auf den Entwicklungspfad zu dem deutschen Liedermacher der jüngeren Erwachsengeneration führen soll.
Seinen vollen Familiennamen benutzt Torben in Erinnerung an seine (Ur-)Großväter Carl und Kurt Möller. Der eine, Carl, war als Widerständler für zwei Jahre in einem KZ der Nazis interniert. Der andere, Carls Sohn Kurt, wurde zeitgleich von der Wehrmacht zwangsrekrutiert und überlebte als einer von Wenigen den Untergang der Bismarck. Torben Möller-Meissner präsentiert sich damit auch als Künstler mit politischem Profil, der in seinen Texten subtil und mitunter auch ambivalent die Politik des Alltags zu verarbeiten versucht. Damit begibt er sich nicht nur textlich in die Tradition großer englischsprachiger Künstler wie Bruce Springsteen, Billy Bragg oder Steve Earle. Auch musikalisch steht er diesen durch seine Hinwendung zur perkussiven E-Gitarre näher als den etablierten deutschen Liedermachern.
Die minimalistische Ausstaffierung von Gitarre & Gesang wird nur an einigen wenigen Stellen von Bongos (Frank Seele/u.a. Abwärts), Gebläseorgel oder Bouzouki (Gunther Buskies/Tapete-Macher) ergänzt und zeigt somit eine völlig neue Seite des sonst so laut erschallenden Punkrockers.
Tatsächlich kann man ihn zu Recht und ohne parteipolitische Doktrin zur musikalischen Arbeiterklasse rechnen. Ein libertärer, musikalischer Arbeiter, der mit seinen Bands nunmehr über ein Dutzend Veröffentlichungen in die Welt gesandt und mehr als 1.000 Konzerte gespielt hat. Ein musikalischer Arbeiter aber eben auch, weil er sich zur Finanzierung seines künstlerischen Schaffens seit jeher als Handwerker auf dem Bau, als Stagehand bei großen Events oder auch als Türsteher im Hamburger Disco-Milieu verdingen musste.
Die Cover-Illustration seines Erstlingswerk als Solokünstler ist der Bildernovelle "Flood" von Eric Drooker (NY) entliehen, der sich seinerzeit auch schon für das Artwork der ersten drei …But Alive-Alben verantwortlich zeichnete. Bei …But Alive spielte Torben übrigens den Bass und sang die zweite Stimme (!). Sein eigenwilliger Umgang mit den ihm zur Verfügung stehenden musikalischen Mitteln lässt durchaus Parallelen zum frühen Bob Dylan durchscheinen. Hier reitet einer wieder den Zeitgeist und entlarvt ihn als Ziegenbock.
Diskographie
2009 Volle Leere Ferne Nähe








