Last Days Of April

Even The Good Days Are Bad (out 7 May 2021)

Since the mid-1990s, Stockholm’s Last Days of April have created a succession of luminous, hook-laden LPs, earning the band’s lead vocalist, guitarist, and all-around auteur, Karl Larsson, a reputation as a bonafide songwriter’s songwriter. With EVEN THE GOOD DAYS ARE BAD, Larsson and Co. return with their 10th long player (following 2015’s Sea of Clouds), a shimmering collection of eight new Larsson-penned songs that show him at the apex of his craft and LDOA achieving new levels of strength, honesty, and brilliance.

“You want new/New gets old/Is it worth it?/I don’t know,” Larsson sings on the album’s title track, an introspective meditation that manages to be ecstatic, even anthemic. As earworms go, this one is an anaconda, and the sentiment has less to do with cynicism and resignation than wisdom and wonder. It’s tempting to hear those lines as an epigraph for the album itself: With glistening guitars, swerving synth lines, punchy drumming, burnished analog production, and Larsson’s vulnerable yet resilient vocals, EVEN THE GOOD DAYS ARE BAD is at once new and old, of the moment and utterly classic, timely and timeless.

Was it intended that way? “No, not conscious,” Larsson says. “I only try and make the songs as I hear them in my head. I always think I’m onto something new with every record, but I’ll take ‘timeless’ and ‘classic.’”

EVEN THE GOOD DAYS ARE BAD began gestating in 2019, with Larsson unearthing songs dating back to the early 2000s and writing a gush of new material. The band’s longtime rhythm section—drummer Magnus Olsson and bassist Rikard Lidhamn—joined Larsson that fall for two marathon days at Stockholm’s legendary Studio Gröndahl. (LDOA have recorded several releases there, as have The Hives.)

“We recorded everything in Gröndahl to tape,” Larsson says of the band’s preferred approach to basic tracks. “All analog and tons of outboard. Classic stuff, you know... I’m a gear nut.” (Frequent collaborator Fredrik Hermansson added atmospheric mellotron to “Had Enough” and Frans Hägglund engineered.) Larsson then brought the recordings to his home studio for overdubs and general TLC, taking his time to achieve the album’s rich textures.

But something unexpected happened on the way to transcendent pop glory: a global pandemic. EVEN THE GOOD DAYS ARE BAD was already nearing completion, but the crisis slowed and complicated the process. More significantly, it also made the new record hauntingly, profoundly prescient. The title track now reflected the mood of the entire planet. On “Alone,” when Larsson sings “When I wake up I feel alone/When I go to bed I feel alone,” it’s if he’s channeling the isolation we’ve all been enduring and making it better. “For lyrics,” Larsson says, “I wanted them to be straightforward. No fuzz.”

The result is totally cathartic, just what the doctor ordered for 2021. “Let it bring whatever feelings it brings,” Larsson says of EVEN THE GOOD DAYS ARE BAD, dispensing a bit of helpful advice: “It sounds best played loud.”

 

 

 

Deutscher Pressetext

Seit Mitte der Neunzigerjahre produziert die Stockholmer Band Last Days Of April ihre schillernden LPs, prall voll mit eingängigen Melodielinien, die dem Lead-Sänger, Gitarristen und Songschreiber Karl Larsson den Ruf eines herausragenden Songwriters beschert haben.

Mit Even The Good Days Are Bad bringen Larsson & Co nun den Nachfolger des 2015 erschienenen Sea Of Clouds und damit ihr insgesamt zehntes Album auf den Markt. Es enthält acht Songs aus Larssons Feder, die ihn auf dem Höhepunkt seines Schaffens zeigen, wie auch die gesamte Band auf diesem Album ein neues Level in punkto Energie, Aufrichtigkeit und Brillanz erreicht.

„You want new/New gets old/Is it worth it?/I don’t know,“ singt Larsson im Titelsong des Albums, einer meditativen Selbstbetrachtung, die dennoch einen ekstatischen, geradezu hymnischen Charakter an den Tag legt. Ein Ohrwurm, ach was, eine Ohr-Anakonda, mit einer nicht etwa zynisch-resignativen Botschaft, sondern voller Weisheit und Verwunderung. Man gerät in Versuchung, diese Zeilen als Motto des ganzen Albums zu verstehen: Flirrende Gitarren, schlingernde Synthesizer, präzises Schlagzeug, eine ausgefeilte, analoge Produktion sowie Larssons verletzliche und zugleich robuste Stimme … alles das trägt dazu bei, dass Even The Good Days Are Bad neu und alt, gegenwärtig und klassisch, zeitgebunden und zeitlos zugleich klingt.

War das so gewollt? „Nein, nicht bewusst“, sagt Larsson. „Ich versuche ja nur, die Songs so aufzuschreiben, wie sie in meinem Kopf klingen. Auch, wenn ich bei jedem Album das Gefühl habe, etwas Neues zu machen – gegen ‚zeitlos‘ und ‚klassisch‘ habe ich nichts einzuwenden.“

Die ersten Anfänge für Even The Good Days Are Bad liegen im Jahr 2019, als Larsson einige Songs ausgrub, die er zu Anfang der 2000er geschrieben hatte. Dazu kam ein ganzer Schwung neues Material, sodass er sich im Herbst mit seiner langjährigen Rhythm-Section, bestehend aus Magnus Olsson am Schlagzeug und Rikard Lidhamn am Bass, im legendären Studio Gröndahl in Stockholm zusammensetzen konnte. Zwei Marathon-Tage verbrachte die Band hier, wo nicht nur Last Days Of April, sondern auch The Hives schon mehrere Platten aufgenommen hatten.

„Im Gröndahl haben wir alles auf Band aufgenommen“, berichtet Larsson und erläutert, dass das ihre bevorzugte Methode sei, um die Basistracks einzuspielen. „Ganz analog, und dazu jede Menge externer Geräte. Ganz klassisch eben … ich bin Technik-Freak.“ Das stimmungsvolle Mellotron auf „Had Enough“ steuert übrigens Dauergast Frederik Hermansson bei, Tonmeister war Frans Hägglund. Anschließend nahm Larsson die Aufnahmen mit in sein Heimstudio, um die Overdubs und die liebevolle Schlussbearbeitung zu übernehmen. Ohne Hast und ohne Druck konnten sich so die Vielfalt und Tiefe entfalten, die das gesamte Album durchziehen.

Doch auf dem Weg zum ewig leuchtenden Stern am Pop-Himmel trat etwas Unerwartetes ein: eine globale Pandemie. Even The Good Days Are Bad war so gut wie fertig, aber durch die Krise wurden sämtliche Prozesse langsamer und komplizierter. Noch bedeutsamer aber: Das neue Album erhielt einen gespenstischen, zutiefst prophetischen Charakter. Der Titelsong spiegelte mit einem Mal die Stimmung des gesamten Planeten wider. Und wenn Larsson auf „Alone“ singt: „When I wake up I feel alone/When I go to bed I feel alone,“ fühlt es sich an, als würde er die Isolation, die wir alle erlebt haben und erleben, in Worte fassen und uns dadurch ein wenig von der Last nehmen. „Was die Texte angeht“, sagt Larsson, „die sollten klar und eindeutig sein. Kein Geschwurbel.“

Das Ergebnis ist durch und durch kathartisch, also genau das, was die Mediziner uns für 2021 verschrieben haben. „Egal, was es für Gefühle auslöst, lass sie kommen“, sagt Larsson über Even The Good Days Are Bad, gefolgt von dem folgenden Ratschlag: „Am besten klingt es laut.“

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Last Days Of April - Run Run Run